Boykott des Tourismus in der Türkei?

Ein Boykott des Tourismus in der Türkei setzt Zeichen. Angesichts des Vorgehen gegen Journalisten und vieler Beamten mag dies ein guter Weg sein. In der Türkei stehen jedoch die Hälfte der Menschen nicht hinter der Politik.

Auch diese wollen Jobs und sind für die Touristen da. Sie wollen nicht ausgegrenzt sein, die Türkei soll weiterhin ein offenes Land bleiben.

In Thailand werden harte Bestrafungen wegen Königsbeleidigung still hingenommen. Im Falle von der Türkei stark kritisiert, was auch richtig ist. Doch wir setzen verschiedene Massstäbe.

Im Tourismus haben wir immer den Zwiespalt. Einerseits wollen wir mit den Menschen Begegnung schaffen, andererseits sollten wir Despoten nicht unterstützen. Doch, wenn wir uns umsehen, gibt es zu viele Despoten, die es mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nicht so genau nehmen.

Die Türkei spielt in Boykottfragen in der gleichen Liga wie die Emirate, Russland, Iran, Malediven oder Thailand. In allen diesen Ländern muss mit politischen Anschauungen vorsichtig gehandelt werden.

Ob wir Politik mit Reisen verbinden, muss jeder selbst entscheiden. Meinung hat der Einbruch des Tourismus in der Türkei die Situation der Journalisten verbessert.

Der Staat der touristische Entscheider

In der Türkei entscheidet vor allem der Staat über die wirtschaftliche Ausrichtung des Tourismus. Sie bestimmen die Reiseziele welche vermarktet werden. Der Tourismus konzentriert sich daher auf Orte, die wir beschreiben.

Die Schwarzmeerregion, Anatolien an der Grenze zu Armenien oder die Gebiete der Kurden führen ein Schattendasein. Auch die Hauptstadt Ankara wird wenig beworben. Es ist einerseits vernünftig die Kräfte zu bündeln, andererseits leidet die unternehmerische Initiative.

Als ich in die Türkei reiste, so ist der Preis sehr günstig gewesen. Meiner Meinung nach waren nicht mal die Flugkosten gedeckt. Doch die Hotels an der Riviera mussten gefüllt werden und das Bier für Euro 3,- und die übrigen Ausgaben, brachten Geld in das Land.

Die Turkish Airlines und viele andere Unternehmen unterliegen staatlichen Einfluss. Damit wurde die Türkei zu einen wichtigen Reiseland ausgebaut.

Herrscher der Türkei

Recep Erdogan wird gerne als Diktator bezeichnet. Das dies nicht stimmt, beweist die Bürgermeisterwahl in Istanbul. Dort hat der Kandidat der regierenden AKP eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Somit können die Leute Alternativen wählen.

Die regierende AKP hat sehr viel zum Wohlstand in der Türkei beigetragen. Sie haben eine aktive Rolle der Wirtschaft eingenommen und zahlreiche Massnahmen ergriffen, damit in der Türkei investiert wird. Dies sind für Gastarbeiter gute Rückkehroptionen gewesen, die diese ins Sozialsystem eingebunden haben.

Der Präsident hat jedoch immer mehr Macht um sich gesammelt. Journalisten werden eingeschüchtert und verhaftet, jegliche Kritik untersagt. Gleichzeitig wird Geld zusammen gerafft. Bezüglich Rechtsstaatlichkeit muss sich die Türkei vorwerfen lassen, Untersuchungshaft als Druckmittel zu nutzen. Diese kann lange dauern.

Ich persönlich will als politischer Liedermacher nicht in die Türkei reisen. Menschen von dort, treffe ich auch bei mir. Zudem mein Lied, sicher Herrn Erdogan nicht gefällt
Lied über Grössenwahn von Politikern

kennt immer Welche Rolle spielt eigentlich Herr Erdogan?